Jahresrückblick 2018

(Bebilderung zum Jahresrückblick findet ihr bei Prezi)

Nach einem ersten Barcamp im Spätsommer 2017, starteten wir im Februar 2018 in neuer Teamzusammensetzung mit unserem ersten Forum durch. 120 Menschen besuchten die Filmvorführung von „Tomorrow“ im Alten Stadtsaal und fanden sich anschließend zu lebhaften Diskussionsgruppen zusammen. Ein klares Signal für uns, dass zahlreiche Speyerer*innen die Stadt und ihre Lebenswelt konstruktiv und nachhaltig mitgestalten wollen.

Im März knüpften wir mit einem Forum zum Thema „Grüne und essbare Stadt“ an Ideen aus der ersten Veranstaltung an. Wir erfuhren, wie wir Speyer grüner und vielfältiger gestalten können, hörten von der Bieneninitiative, dem „Grynen Band“ und einem Urban Gardening –Projekt in Mannheim. Wir bereiteten unsere „Bienenkübel“-Pflanzaktion vor und es entstanden erste Ideen zum Thema „plastikfrei leben“.

Das April-Forum stellten wir unter das Motto „Stadt für alle – Demokratie und Beteiligung“, beschäftigten uns mit verschiedenen Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung und veranstalteten eine kleine Zukunftswerkstatt, bei der Wünsche und Kritik in Bezug auf Speyer gesammelt und diskutiert werden konnten. Die ein oder andere Idee aus diesem Forum ist bereits Realität geworden oder steht vor ihrer Umsetzung. Im Rahmen des Klimaschutztages im Woogbachtal fand unsere „Bienenkübel“-Pflanzaktion statt, bei der – dank großzügiger Pflanzenspenden – jede*r Besucher*in einen mitgebrachten Blumenkasten mit bienenfreundlichen Stauden, Blumen und Kräutern bepflanzen und so für größere Biodiversität in unserer Stadt sorgen konnte. Ein großer Erfolg, der sogar mit dem 4. Platz des bundesweiten Wettbewerbs „Deutschland summt!“ honoriert wurde.

Im Mai durften wir unsere Initiative im Rahmen der Mai-Feier des DGB in der Walderholung vorstellen. Unser Forum befasste sich beim „Ideen-Dating“ mit der Frage der Umsetzung bis dahin gesammelter Vorschläge. Highlight des Monats war aber zweifellos die Podiumsdiskussion der Rheinpfalz in der Stadthalle zur bevorstehenden OB-Wahl, bei der Luise und Hannah aus dem inSPEYERed-Team Gelegenheit hatten, den Kandidat*innen zu befragen.

Das Juni-Forum stand im Zeichen der Kunst und widmete sich der Frage „Wie viel Geld braucht die Kunst? Kulturarbeit unter ökonomischem Druck“. Nach einer inhaltlichen Einordnung durch Theresa Schnell (Cusanus Hochschule), wurden im Rahmen einer Podiumsdiskussion die Möglichkeiten und Grenzen von Kulturfinanzierung und -förderung diskutiert. Neben Akteur*innen aus der lokalen Theaterszene, saßen auch Bürgermeisterin Monika Kabs und die Kulturpolitische Sprecherin des Landes, Georgina Kuzungu-Haß mit auf dem Podium. Am 16. Juni feierten wir bei einem reichhaltigen Frühstücks- und Kuchenbüfett im Kulturhof den „Tag der offenen Gesellschaft“ . Zahlreiche Gäste kamen mit uns zu Gesprächen und Austausch zusammen und setzten ein Zeichen für Offenheit, Vielfalt und Respekt. Bereichert wurde der Tag durch eine Kunstaktion von Wolfgang Germann und ein Konzert von Ulrich Zehfuß.

In der Sommerpause im Juli und August veranstalteten wir zwar keine Foren, durften aber bei der städtischen Veranstaltung „Agenda 2030: Speyer denkt global“ an der Entwicklung eines Handlungsprogramms zu den Nachhaltigkeitszielen mitwirken und konnten dort Akzente und Themen setzen.

Das September-Forum stand unter dem Motto „Speyer und der Müll“ . Dank einer Kooperation mit der VHS fanden diese und die folgende Veranstaltung in der Villa Ecarius statt. Wir erfuhren Details zu Müllentsorgung und –receycling in Speyer, lernten die Mehrweg-Kaffeebecher-Initiative „Bleib deinem Becher treu“ und das Speyerer Repair-Café kennen. Beim anschließenden „Markt der Möglichkeiten“ konnte man weitere Anregungen zu Müllvermeidung und Nachhaltigkeit sammeln. Mit einer Fahrradtour zum Hambacher „Demokratiefestival“ am 15.9. setzten wir ein weiteres Zeichen für Mitbestimmung und eine demokratische und offene Gesellschaft. Des Weiteren durften wir uns über die Anerkennung als gemeinnütziger Verein freuen.

Dem spürbaren Rechtsruck und zunehmenden Populismus in der Gesellschaft, auch in Speyer, wollten wir in Oktober und November mit Veranstaltungen zum Thema „Speyer zeigt Zivilcourage – aufstehen, einmischen, dagegenhalten“ etwas entgegensetzen. Polizei Hauptkommissar Wolfgang Hoffmann berichtete von seiner Arbeit in der AfA Speyer Nord und stellte die Realität den überwiegend falschen Gerüchten gegenüber. Wir stellten lokale Akteure in Sachen Integration und Zivilcourage vor und widmeten uns in Workshops neuen Formen von Bürgerbeteiligung, Hasskommentaren im Netz und einem Film und einem Fotoprojekt. Erste Fortschritte konnten schon erzielt werden und wie es damit weiter geht, erfahrt ihr natürlich hier.

Im Dezember ließen wir das inSPEYERed-Jahr mit einem echten „Wohlfühl-Forum“ ausklingen. Bei einer sog. „Schnibbelparty“ in der Küche der JuFö verarbeiteten wir kiloweise Gemüse, das unverkäuflich war, da es nicht der Norm entsprach, und das uns vom Mechtersheimer Hofladen zur Verfügung gestellt wurde. Die leckeren Suppen und Eintöpfe, die daraus entstanden, verspeisten wir gemeinsam bei einem Jahresrückblick und schönen Gesprächen.